Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens

N E W S L E T T E R   2/06
September 2006 - Schulbeginn 2006/07

Inhalt


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Editorial

Rückblick auf das Schuljahr 2005/06

Jour Fixe und Obleutetreffen

Schwerpunkte für 2006/07
Das Projekt "Elternberatung"
Schüler/innenmitgestaltung (SMG)
Tipps zu Neuen Rechtschreibung
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
Amtliche Informationen

Editorial


Liebe Eltern,
liebe Schulpartner!

Eine (lange?) Sommerpause geht zu Ende und unsere Kinder starten in diesen Tagen in ein neues Schuljahr - neu nicht nur, weil es die nächste Schulstufe oder eine neue Klassengemeinschaft gibt, sondern auch aufgrund einiger Änderungen, die vor allem auf das „Zweite Schulrechtspaket“ zurückzuführen sind.

Die Medien haben dem raschen Start in das Schuljahr und die Aufregungen über die Vorverlegung der Nachprüfungen in die letzte Ferienwoche viel Aufmerksamkeit gewidmet. Jetzt gilt es zu beobachten, was die „Unterrichtsgarantie“ bringt. Für die Arbeit der Elternvertretung ist es wichtig, dass Hausordnungsbeschlüsse nun mit schulautonomer Mehrheit beschlossen werden müssen (bei Anwesenheit von mindestens zwei Mandatar/innen jeder Gruppe muss innerhalb jeder Gruppe eine Zweidrittel-Mehrheit für den Antrag stimmen).

Für den Start in dieses Schuljahr soll auch ein Rückblick auf die Aktivitäten aus 2005/06 Anregung geben. Einige Veranstaltungen wurden für unseren Verteiler noch nicht elektronisch dokumentiert und sollen zumindest stichwortartig in diesem Medium erhalten bleiben.

Frau Dr. Christine Krawarik hat sich nach ihrem Rückzug von der Verbandsspitze als hervorragende Unterstützung für das neue Team etabliert. Sie ist als „Beirätin“ des Vorstands zu den Sitzungen eingeladen und unterstützt uns mit ihrer langjährigen Erfahrung. Außerdem hat sie als Koordinatorin im Projekt Elternberatung eine sehr umfangreiche Aufgabe übernommen. Alle Obleute von Elternvereinen an höheren und mittleren Schulen in ganz Österreich erhalten zu Schulbeginn ein Schreiben, worin sich dieses Büro vorstellt. Zum Projekt und den Perspektiven finden Sie ebenfalls einen Beitrag.

Die Öffentlichkeit nimmt Bildungsthemen in sehr unterschiedlicher Wertigkeit wahr. Die unendliche Geschichte der deutschen Rechtschreibung hat im Sommerloch einige Artikel beigesteuert, da ja mit 1. August die "endgültige" Neue deutsche Rechtschreibung in Kraft getreten ist (Nur aufgrund dieser durfte ich „Neue“ groß schreiben – oder heißt es jetzt wieder großschreiben?). Frau Dr. Krawarik hat für uns einen Beitrag mit den neuen Regeln zu einigen Formulierungen zusammengestellt, die für den Schriftverkehr eines Elternvereins nützlich sein können PDF-Datei. Sie finden eine Zusammenstellung der Änderungen auch auf den Web-Seiten des bm:bwk.

Schon vor der ersten Vorstandssitzung im neuen Schuljahr sind einige Eckpunkte für das Jahresprogramm unseres Verbandes vorgesehen, die wir unter Termine ankündigen. Wir haben uns grundsätzlich geeinigt, dass der Verband zu wichtigen Themen in ein bis zweimonatlichem Abstand "Jour Fixes" anbieten wird. Was wir mit diesen Veranstaltungen bezwecken, und dass die traditionellen Obleutetreffen dadurch nicht an Attraktivität verlieren dürfen, wird in einem weiteren Beitrag erläutert.

Mit den besten Wünschen des Vorstands für das neue Schuljahr

Vorsitzender und Webmaster

Alle Nachrichten mit Bezug auf den Newsletter und unsere Mailingliste forum senden Sie bitte ausschließlich an newsletter@elternverband.at.

Rückblick auf das Schuljahr 2005/06

Obleutetreffen und Vollversammlung


Erster Höhepunkt des Schuljahres war das Obleutetreffen am 29. November 2005. Zahlreiche neue Gesichter waren im UNIQA-Tower dabei. Die Zahl der Teilnehmer/innen war erfreulich groß, die vorbereiteten Sitzgelegenheiten reichten nicht aus.

Herr Leopold Spindler von der UNIQA-Versicherung begrüßte uns als Gastgeber und stellte das Angebot einer kollektiven Schüler-Unfallversicherung vor. Einige Mitgliedsvereine sind  bereits seit mehreren Jahren Vertragspartner der UNIQA.

Together – Verein zur Förderung von Mediation an Schulen stellte sich durch seinen Vorsitzenden Dr. Alexander Bakos vor. Er erläuterte die Möglichkeiten, durch Mediation Konflikte aller Art nachhaltig zu lösen. Eine detailreiche Diskussion zeigte das große Interesse der Eltern an diesem Ansatz.

Im Schuljahr 2005/06 hatten erstmals mehrere Wiener Bezirke die Kostenübernahme für den Einsatz der Schulmediation beschlossen. Es gelang (bisher) leider nicht, dieses Modell wienweit einheitlich zu etablieren. Sobald Aktuelles über die Tätigkeit der Schulmediation vorliegt, werden wir Sie informieren.

Die Vollversammlung fand am 31. Januar 2006 im Kleinen Festsaal der Universität Wien statt. Wir haben auf unserer „Aktuellen Seite“ im WWW darüber berichtet. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Rektor der Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler,  konnte ich das Interesse der Elternvertretung am akademischen Bildungsangebot der Universitäten artikulieren. Rektor Winckler äußerte seinerseits Anerkennung und die Bereitschaft zur Unterstützung unserer Arbeit.

Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Arthur Mettinger hatte in seinem ausführlichen Referat zur europäischen Studienarchitektur auf die Bedeutung der Curricula für das Lehramtsstudium hingewiesen. Rückmeldungen von Eltern zur Tätigkeit der Junglehrer/innen können ein wertvoller Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Studienpläne sein.

 PDF-Datei Hier finden Sie das Protokoll der Vollversammlung

Dem Thema Lehrer/innenbildung widmeten wir uns auch im sommerlichen Obleutetreffen . Der Schwerpunkt lag dabei auf den naturwissenschaftlichen Fächern. Zum Programm mit einer Chemie-Vorführung und Erläuterungen zur chemischen Fachdidaktik bekam ich in der Folge einige sehr positive Rückmeldungen.

PDF-DateiHier finden Sie das Protokoll des Obleutetreffens

Stammtisch


Der Stammtisch „Modulare Oberstufe“ brachte etwa 25 interessierte Eltern am Rg/WRg 8 (1080 Wien, Feldgasse 6-8) zusammen. Die Direktorin dieser Schule nahm ebenfalls teil und brachte ihre Konzepte und Erfahrungen ein. Das Modell Feldgasse war damals fertig konzipiert und läuft in diesen Tagen an.

Unter den Teilnehmer/innen waren Eltern mit konkreten Erfahrungen und Interessierte, an deren Schule die modulare Oberstufe in Vorbereitung oder Diskussion steht. Ein detailliertes Protokoll wurde den Teilnehmer/innen übermittelt.

Für mich bleibt der Eindruck besonders wesentlich, dass sowohl die Einbindung in die Planung als auch die Information über laufende Modelle von den einzelnen Elternvertreter/innen sehr widersprüchlich wahrgenommen wurde. Das verwundert nicht, wenn es sich um verschiedene Standorte handelt. Dass am selben Standort manche Eltern gut und andere schlecht informiert werden, ist doch auffällig.

Aus den Diskussionsbeiträgen ziehe ich auch den Schluss, dass die Organisation des Unterrichts in Modulen noch keine Garantie gegen schulisches Versagen bietet. In der Vorbereitung eines neuen Organisationsmodells sollten wir Eltern besonders darauf wert legen, dass Bedingungen und Maßnahmen beim Scheitern einer Schülerin/eines Schülers allen klar und möglichst eindeutig (aber auch im notwenigen Ausmaß flexibel) sind.

Elternbeiräte beim bm:bwk und im SSR Wien


Aus der Tätigkeit des Verbands in den Elternbeiräten des bm:bwk und beim Stadtschulrat für Wien soll besonders unser Interesse an den individuellen Fördermaßnahmen hervorgehoben sein. Einer Verordnung aus Juli 2005 folgend müssen solche an allen Schulen in einem Förderkonzept dokumentiert werden. Eltern vermissen bisher weitgehend Informationen über diese Konzepte und entsprechende Aktivitäten.

2006 konnten drei Vertreter/innen unseres Verbandes an der Klausurtagung des Elternbeirats des bm:bwk teilnehmen. Auch hier stand das Thema der individuellen Förderung im Zentrum des ersten Tagungsteils. Frau Mag. Evelyn Thornton berichtete von verschiedenen Möglichkeiten und Konzepten, die im schulischen Alltag wohl stärker genutzt werden sollten.

Besonders interessant und gelungen war die Arbeit zu Schulentwicklung und Elternpartizipation. Frau Dr. Marlies Krainz-Dürr von der Universität Klagenfurt stellte eingangs fest, dass Elternpartizipation in diesem Zusammenhang allgemein nicht dokumentiert sei. In einer Arbeitsrunde wurden Erfahrungen mit erfolgreichen Projekten ausgetauscht, in denen der Beitrag der Eltern Impulse in der Schulentwicklung beigetragen hätte. Besonders detailreich wurde dabei die Geschichte des Wiener Projekts „Schüler/innenmitgestaltung“ diskutiert und analysiert. Dieses Projekt wurde im vergangenen Schuljahr ausgeweitet und adressiert nun auch die Unterstufensprecher/innen der AHS. Aus diesem Anlass widmen wir diesem Thema einen eigenen Beitrag in diesem Newsletter.

Internationale Beziehungen


Im Rahmen unserer Mitgliedschaft in der EPA (European Parents’ Association) wurden mehrere internationale Treffen besucht.


In München nahmen Vertreter/innen des Verbandes an einem Treffen der deutschsprachigen Elternvertretungen teil. Besonders das Gespräch mit den Elternverbänden aus Deutschland zeigte sehr interessante Verwandtschaft, aber auch markante Unterschiede in den Organisationsformen und Erfahrungen.

Wir waren bei diesem Besuch auch Gast bei einer Versammlung des Landeselternverbands der bayrischen Gymnasien. In dieser Veranstaltung wurde von Herrn Univ.-Prof. Sacher eine groß angelegte Studie zur Kommunikation zwischen Schule und Eltern präsentiert. Aus den zahlreichen diskutierten Analysen nahmen wir vor allem die Botschaft mit, dass eindeutig nachgewiesen werden konnte, dass durch einen intensiven Kontakt zwischen Lehrer/innen und Eltern eine höhere Zufriedenheit mit Schule erreicht werden kann.

Mit Freude denken wir an die Vollversammlung der European Parents’ Association in Österreich zurück. Ein Eindruck von dieser Veranstaltung ist in einer Dokumentation festgehalten. Ich möchte Dr. Brigitte Haider, Hans Klivan und Hannes Brauner ausdrücklich danken, die durch ihren Einsatz den Erfolg dieser Veranstaltung gesichert haben.

Die „General Assembly“ wurde durch das bm:bwk und die Seilbahnen Austria unterstützt.

In der Folge konnten Vertreter/innen des Verbandes in der Slowakei und in Ungarn an Veranstaltungen von Elternverbänden teilnehmen. Beim Besuch einer Elterndelegation aus der Slowakei in Wien auf  Einladung des bm:bwk nahmen wir an einer Diskussionsrunde teil, in der wir das österreichische System der Schulpartnerschaft erläuterten.

Weitere Veranstaltungen


Vertreter/innen des Verbandes nahmen an zahlreichen Veranstaltungen zu erziehungs- und bildungspolitischen Themen teil. Neben der Diskussion über die Ergebnisse der PISA-Studien sei dabei die Frage des Umgangs mit neuen Medien erwähnt.

Gemeinsam mit anderen Eltern- und Familienverbänden wurden zwei Pressekonferenzen veranstaltet, bei denen wir das Problem der Schulkosten und den Themenkomplex Gewalt an Schulen mit erfreulich großem Medienecho artikulieren konnten.

Als Vorsitzender des Verbands wurde ich schließlich eingeladen, in einer Arbeitsgruppe des bm:bwk zum Thema "Pädagogische Intervention" mit zu arbeiten. Nach zwei Treffen im Juni 2006 sollen Ergebnisse im September vorgelegt werden.

Jour Fixe und Obleutetreffen


Erfahrenen Mitgliedern unseres Verbands muss man wohl nicht erklären, was ein Obleutetreffen ist. Vielleicht könnte mancher von Ihnen noch besser darstellen, was für sie/ihn die besondere Bedeutung eines solchen Treffens ausmacht als die langjährigen Mitglieder des Vorstands, die naturgemäß eine andere Perspektive wahrnehmen. Ich glaube jedoch sagen zu dürfen, dass alle, die jemals bei so einer Veranstaltung dabei waren, den Wert dieser Zusammenkünfte für Meinungsbildung, Informationsverbreitung, Kontaktpflege … bestätigen. Zwei Mal in jedem Schuljahr treffen dabei (fast) alle Mitglieder unseres Verbandes zusammen. Mag die Situation in Wien durch die hohe Standortdichte an Schulen für Eltern auch schwieriger sein, so ist sie doch die Voraussetzung für die intensiven Kontakte unter den Elternvertreter/innen, die unsere Arbeit deutlich erleichtern.

Bereits vor einigen Jahren war bei einem solchen Treffen angeregt worden, zusätzlich zu speziellen Fragestellungen im kleineren Kreis zusammen zu kommen. Der erste „Stammtisch“ – so der Arbeitstitel – fand dann auf Initiative eines Mitglieds statt. Im vergangenen Jahr wurde vom Vorstand ein Stammtisch am Rg/WRg 8 in der Feldgasse angeboten. Wir diskutierten dort Erfahrungen und Erwartungen zu Modellen der Modularen Oberstufe.

In der Vorstandssitzung Ende Juni 2006 wurde beschlossen, diese Art von Treffen in der Jahresplanung unter dem Titel "Jour Fixe" aufzunehmen und einige Themen für das erste Halbjahr bereits vorzugeben. Damit soll es ermöglicht werden, dass wichtige Themen von allen interessierten Mitgliedern diskutiert werden. Ein Jour Fixe soll jeweils von einem Vorstandsmitglied vorbereitet und dokumentiert werden.

Es ist uns aber ganz wichtig, dass die Obleutetreffen durch dieses zusätzliche Angebot nicht an Attraktivität verlieren. Während beim Jour Fixe ein abgeschlossenes Thema im Zentrum steht, bleiben die Obleutetreffen Plattform für alles, was gerade aktuell und wesentlich ist. Der gemütliche Ausklang bei einem Buffet hat dabei einen besonderen Stellenwert: Hier lernen wir einander (zumindest ein wenig) näher kennen, können neue Mitglieder einbinden und unserer Interessensgemeinschaft „Atmosphäre“ geben.

JTh

Schwerpunkte für 2006/07

Vereinsrecht


Auch wenn die Anpassung der Statuten unserer Mitgliedsvereine an das Vereinsgesetz 2002 zumindest demnächst abgeschlossen ist, wird es daraus weiterhin Fragestellungen geben. Es bleibt eine wichtige Aufgabe für uns, Fragen zur praktischen Umsetzung der Rechte und Pflichten nach dem Vereinsgesetz im besonderen Um- und Aufgabenfeld eines Elternvereins zu stellen und zu beantworten.

Schulkosten


In einer Pressekonferenz am 10. Februar 2006 haben wir gemeinsam mit dem Dachverband der Pflichtschulelternvereine und dem Katholischen Familienverband das Thema Schulkosten aufgegriffen. Der Wiener Stadtschulrat hat sich dieses Themas angenommen und in der Sitzung des Elternbeirats im Juni 2006 wurden die Elternverbände beauftragt, Arbeitsgruppen zu diesem Themenbereich zu bilden.

Unser Verband wird dabei die Arbeit für AHS und BMHS koordinieren. Als Ansatz habe ich im Juli 2006 ein Arbeitspapier an den Vorstand und die Abteilungen II und III des Stadtschulrates gesandt, das als Ausgangspunkt unserer Diskussion gilt.

Der Wiener Pflichtschulverband (Vorsitzender Andreas Ehlers) wird die Thematik für den Bereich der Pflichtschulen bearbeiten, wobei wir natürlich unsere Ergebnisse austauschen werden.

Bitte sehen Sie sich den Themenkatalog Schulkosten auch an, lassen Sie uns wissen, was Ihre Meinung ist. Obleute von Mitgliedsschulen laden wir auch gern zur Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe ein.

Gewalt an Schulen


Auch dieses Thema haben wir gemeinsam mit anderen Eltern- und Familienverbänden im Rahmen einer Pressekonferenz aufgegriffen. Dabei war es ein wesentliches Anliegen, die Sensibilität für jene Problemzonen zu vergrößern, die sich nicht in den Schlagzeilenberichten der Medien finden. Latente Bedrohung, psychischer Druck, Ungleichbehandlung … - auch wenn daraus keine Katastrophen entstehen, so muss das Schulsystem doch geeignete Maßnahmen vorsehen, um diagnostisch und therapeutisch auf Fehlentwicklungen zu reagieren.

Laufbahnberatung


Schulisches Scheitern ist für die betroffenen Schüler/innen und deren Eltern oft mit unabsehbaren Konsequenzen verbunden. Familiäre Misstöne und Konflikte, Enttäuschung, die Erfahrung von persönlichem Versagen, Minderwertigkeitsgefühle, Kosten für außerschulische Unterstützung … Auf die Bemerkung, die hohe Dropout-Quote an den Berufsbildenden Höheren Schulen sei auf jene Schüler/innen zurückzuführen, die nur das fünfte Pflichtschuljahr „absitzen“ möchten, halten wir entgegen, dass es dazu keine objektiven Daten gibt. Wir sehen aber sehr wohl, dass viele junge Menschen mit falschen Erwartungen und in Fehleinschätzung ihrer Begabungen und Fähigkeit diese (und andere) Laufbahnentscheidungen fällen.

In einem sehr angeregten Gespräch mit Leo Hödl vom Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft (BiWi) und Mag. Huber von der Wiener Wirtschaftskammer haben wir uns darauf verständigt, dass unsere Eltern über die eigenständigen Angebote des BiWi zur Berufsorientierung und Begabungsfeststellung umfassend informiert werden sollen.

Das Obleutetreffen im November des Jahres wird sich vor allem diesem Themenkreis widmen. Parallel wird auch hier eine Arbeitsgruppe gebildet, die unsere Interessen entwickelt.

Förderung – individuell und effektiv


Durch den Fördererlass aus dem Juli 2005 sind alle Schulen verpflichtet, ein Konzept individueller Fördermaßnahmen zu entwickeln. Dieses muss dem Schulpartnergremium vorgestellt werden.

Maßnahmen ohne Konzept sind wohl meist nicht allzu effektiv, aber das Konzept allein zeigt sicher keine Wirkung. Wir werden also gezielt nachfragen, was aus diesen Konzepten geworden ist. Förderung muss sowohl schwachen als auch begabten Schüler/innen etwas bieten.

Mit den anderen Mitgliedern des Elternbeirats im SSR Wien ist besprochen, dass wir uns mit den Förderkonzepten befassen wollen, sobald die Thematik der Schulkosten bearbeitet ist.

Bewegung und Sport - nicht nur in der Schule


Im Rahmen der EPA-Tagung wurde klar, dass auch außerhalb des Schulsports Angebote zur körperlichen Betätigung möglich sind, die besonders für unsere Stadtkinder wichtig sind. Diesen Möglichkeiten wird sich unser Verband widmen. Im Kontakt mit der Bundessportorganisation sollen neue Möglichkeiten erschlossen werden.

Schulveranstaltungen


Wir hoffen auf Veränderungen in der Schulveranstaltungenverordnung, die von der Elternvertretung seit einigen Jahren eingemahnt werden. In jedem Fall werden wir mögliche Verbesserungen  der Organisation weiterhin überprüfen und uns bemühen, dass Schulveranstaltungen als Teil des Unterrichts für alle Schüler/innen zur Bereicherung werden.

JTh

Das Projekt "Elternberatung"


Immer wieder wurde in der Vergangenheit urgiert, dass durch das Schul-Unterrichtsgesetz (SchUG) den Schulpartnerkurien – Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern – dezidiert gleiche Rechte zugewiesen werden, die Grundlagen der Arbeit der Repräsentat/innen aber in unvergleichbarer Weise finanziell unterstützt bzw. getragen werden. Der Lehrervertretung steht der größte Betrag aus Bundesmitteln zur Verfügung. Auch die Bundesschülervertretung wird durch die öffentliche Hand finanziert. Der Elternvertretung steht aber aufgrund der Gesetzeslage keine öffentliche Unterstützung zu.

Dies wurde vor allem von der ehemaligen Vorsitzendes des Bundesverbands der Elternvereinigungen an Mittleren und Höheren Schulen Österreichs, Margit Johannik, vehement urgiert. Im Sommer 2005 wurde den vier Dachorganisationen von Elternvereinen im Elternbeirat Büroraum und Infrastruktur  kostenlos zur Verfügung gestellt. In der Folge wurde ein gefördertes Projekt initiiert, als dessen Rechtsträger der Verband der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens auftritt.

Über einen Projektaufsichtsrat, der von den vier Verbänden paritätisch besetzt wird, werden Entscheidungen im Projekt erarbeitet. Frau Dr. Christine Krawarik ist als Koordinatorin verpflichtet und wird – wie in der Vollversammlung beschlossen – als geringfügig Beschäftigte unseres Verbands aus dem Projektbudget bezahlt.

Frau Dr. Krawarik hat in den vergangenen Monaten umfangreiche Recherchen zu den österreichischen Elternvereinen durchgeführt. Alle werden – so wie die Wiener Elternvereinsobleute – mit einem Informationsschreiben über die Existenz und den Auftrag des Projektbüros informiert. Dabei ist es wesentlich, dass die Projektarbeit die Aufgaben der Elternvereine, der Landesverbände und der Dachorganisationen ergänzen und unterstützen, nicht aber einschränken soll. Trotzdem muss die Beratung von Eltern, die der Projektauftrag formuliert, für alle Ratsuchenden offen sein.

Als erstes sichtbares Ergebnis der Arbeit liegt nun ein stark ergänztes und überarbeitetes „Einstiegspaket für Elternvertreter/innen“ vor, das aus dem Material unseres Verbandes entwickelt wurde.

In diesem Herbst soll ein Schulungsprogramm für Elternvertreter/innen in allen österreichischen Bundesländern begonnen werden. Wir arbeiten nun an Inhalt und Unterlagen und erstellen Materialien für diese Kurse. Durch diese Maßnahme sollen die Mandatar/innen in der Elternvertretung für die kompetente Wahrnehmung ihrer Rechte und Pflichten in der Schulpartnerschaft vorbereitet und unterstützt werden. Gleichzeitig hoffen wir, dass die Bildung von regionalen Informationsnetzwerken unter Eltern gelingt.

Wir hoffen, dass wir dieses Projekt, das im ersten Jahr vor allem durch die Erarbeitung von Grundlagen und Konzepten geprägt war, auch im Kalenderjahr 2007 fortsetzen können. Noch im September werden wir dazu Gespräche mit dem Referat Schulpartnerschaft und der Sektionsleitung im bm:bwk beginnen.

Nun gibt es bereits eine eigene Web-Domäne elternbuero.at, auf der das Projekt Unterlagen zum Download bereitstellen wird. Die Website http://www.elternbuero.at soll vor allem die Existenz der Dach- und Landesverbände zeigen und diese verknüpfen.

Der Kontakt zum Elternbüro ist über die Mailadresse office@elternbuero.at möglich. Telefonisch ist das Büro über die Wiener Nummer 53120/3111 bzw. mobil 0699-13282431 erreichbar.


JTh

Schüler/innenmitgestaltung (SMG)


Das Wiener Projekt Schüler/innenmitgestaltung (SMG), das heuer in das neunte Jahr geht, verdankt seine Existenz nicht unwesentlich einigen Elternvertreter/innen, die nun unserem Vorstand angehören, damals aber im Elternbeirat des Wiener Stadtschulrates für die Pflichtschulen sprachen.

Die österreichische Schulpartnerschaft bindet Schüler/innen erst in der Oberstufe gleichberechtigt ein, da diese ja erst nach Vollendung des 14. Lebensjahres strafmündig und geschäftsfähig sind. Parallel dazu besteht aber auch der gesetzliche Auftrag, in der Sekundarstufe I, also der Unterstufe einer AHS oder in einer Hauptschule, eine Schülervertretung zu wählen, deren Rechte allerdings eher eingeschränkt sind. So ist in den AHS die/der Unterstufensprecher/in zu den SGA-Sitzungen als Gast einzuladen und mit beratender Stimme zu hören.

Während die Organisation der gesetzlichen Schülervertretung in der Oberstufe durch verschiedene Maßnahmen der Schulbehörde, vor allem aber durch die Arbeit der Jugend- und Schülerorganisationen der politischen Parteien wahrgenommen wird, fehlt diese Art der Betreuung und Unterstützung den „jungen“ Schülervertreter/innen.

Das Projekt SMG wurde dazu ins Leben gerufen, um die Rechte der Unterstufensprecher/innen (an den Pflichtschulen werden diese meist auch einfach „Schulsprecher/innen“ genannt) durch deren Schulung zu stärken. Die Kinder sollen lernen, mit ihrem Mandat umzugehen, mit Mitschüler/innen konstruktiv zu arbeiten, aber auch im Diskurs mit Erwachsenen aufzutreten.

<>Im Konkreten geht es um Informationen über Rechte und Pflichten als Schülervertreter/in, inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten (Die Palette reicht dabei von der Aufstellung eines Getränkeautomaten über die Abhaltung von Festen und Wettbewerben bis zur Mitarbeit an einer neuen Hausordnung.) und methodisch-didaktische Unterstützung. Damit die manchmal trockene Materie nicht zu langweilig wird, sorgen Spielpädagoginnen im Team für die notwendige Auflockerung. Darüber hinaus bekommt jede/r Teilnehmer/in eine ständig aktualisierte Arbeitsmappe mit Kopiervorlagen.

Im vergangenen Schuljahr wurden erstmals auch die Unterstufensprecher/innen der AHS zu diesem Programm eingeladen. Unser Verband wurde mit dem Ende des Schuljahres eingeladen, sich in der Projektrealisierung zu beteiligen. Derzeit ist die Art der Mitwirkung noch im Gespräch, doch stehen wir dem Projekt inhaltlich sehr positiv gegenüber.

Über das aktuelle Konzept der SMG informiert der Beitrag von Frau Mag. Michaela Zimmermann, die als Referentin der MA 13 in die SMG Projektplanung und -abwicklung eingebunden ist.

Bitte fragen Sie auch an Ihrer Schule, nach dem Erfolg der Wahl der Unterstufensprecher/innen, reklamieren Sie deren Recht, an den SGA-Sitzungen (ohne Stimmrecht) teilzunehmen und informieren Sie die Kinder auch über das Angebot SMG.

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

12. Sept. 06

Vorstandssitzung des Verbands der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens

19. Sept. 06 Jour Fixe „Schuljahr neu“ (Maria Smahel)
Bitte unbedingt bis zum 12. September verbindlich anmelden! Der Ort wird nach der Zahl der Anmeldungen gewählt und umgehend bekannt gegeben.
Ende Sept. 06 Jour Fixe zu Vereinsrecht und Statuten (Mag. Johannes Theiner)
10. Okt. 06 Europäischer Tag der „Eltern-Mit-Wirkung“
Aktionen zu diesem Tag sollen nach Möglichkeit in der zweiten Oktoberwoche angesetzt werden. Da wir eine Presseaussendung oder Pressekonferenz planen, bitten wir um Zusendung von Informationsmaterial, wenn Sie in dieser Zeit besondere Aktivitäten setzen.
Okt. 2006 Jour Fixe „Gewalt an Schulen“ (Eveline Brem)
Nov. 2006 Obleutetreffen im BiWi der WK Wien
Schwerpunktthema Laufbahnberatung für Schüler/innen
Feb./März 2007 Jour Fixe „Bewegung und Sport“ (Dr. Brigitte Haider)

Amtliche Informationen

30. Aug. 06 Verordnung, mit der die Verordnung über die Schulzeit an den Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern geändert wird
BGBl. II Nr. 327/2006 v. 30.8.2006
24. Aug. 06
Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit der die Eröffnungs- und Teilungszahlenverordnung geändert wird
BGBl. II Nr. 318/2006 v. 24.8.2006

Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur über das Verfahren zur Aufnahme in Schulen (Aufnahmsverfahrensverordnung)
BGBl. II Nr. 317/2006 v. 24.8.2006
21. Aug. 06 Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit der die Verordnung über die Eignungsprüfungen, Abschlussprüfungen und Befähigungsprüfungen an Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern geändert wird
BGBl. II Nr. 306/2006 v. 21.8.2006
13. Juni 06
Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit der die Semesterferien in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Kärnten, Salzburg und Tirol verlegt werden
BGBl. II Nr. 224/2006 v. 13.6.2006